"Wir
bringen uns fast um, um ein Bild von uns zu
kreieren, das wir selbst nicht erfüllen können",
sagt Model Kate
Dillon in der aktuellen Ausgabe des Magazins BRIGITTE (ab morgen
im
Handel). Offen und selbstbewusst bezieht sie Position in der
Diskussion um Magermodels und falsche Schönheitsideale. Die
gebürtige
Kalifornierin wurde mit 12 Jahren magersüchtig, als Teenager
begann
sie in New York zu modeln. Nach vielen erfolgreichen Engagements
beendete sie ihrer Krankheit wegen die Modelkarriere. Heute ist
die
31-Jährige ein gefragtes "Plus-Size-Model" und das
Kampagnengesicht
des Labels Marina Rinaldi (Max Mara-Gruppe). Sie engagiert sich
in
der Anorexie-Prävention.
Die anhaltende Diskussion um Magermodels hat dazu geführt,
dass
etwa ab der nächsten Saison Models bei der Modemesse in Mailand
ein
Gesundheitszeugnis vorweisen müssen. "Von einer 'Fett-Quote'
für den
Laufsteg halte ich wenig", meint Kate Dillon dazu. "Ob
Models nun
dünner oder dicker werden müssen, immer 'müssen'
sie es. Das ist und
bleibt eine krankhafte Fixierung aufs Gewicht." In ihrer Anfangszeit
als Model habe sie zehn Tage vor den Modenschauen so gut wie nichts
gegessen. "Einmal sprach mich eine Modeproduzentin an und sagte:
Du
siehst sagenhaft aus - da hatte ich fast zwei Wochen lang nichts
zu
mir genommen! Das musste man also tun, um sagenhaft auszusehen..."
Kate Dillon über die Bedeutung von Vorbildern: "Wie
oft reden
Mütter im Beisein ihrer Tochter von den zehn Pfund, die sie
gern
abnehmen würden? Wie oft denken sie darüber nach, wie
viele Kalorien
in dem stecken, was sie auf dem Teller haben?"
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